• Florian Hofmann

Fachbegriffe Segeln - die Standard Manöver #2

Heute geht es weiter mit der Reihe Fachbegriffe beim Segeln. Nachdem die Basisbegriffe auf der Yacht oder Jolle nun schon klar sind, wollen wir auch wissen, wie man von A nach B kommt. Dazu müssen Manöver gesegelt werden.


Die Wende


Die Wende ist beim Segeln das Manöver, welches man als erstes lernt. Mit diesem kann man bereits überall hin und sogar im Kreis segeln. Meist wird die Wende aus dem Am-Wind Kurs heraus gesegelt. Man kann dieses Manöver jedoch auch aus dem Halbwind oder sogar aus dem Raumschotkurs (Wind kommt von schräg hinten) segeln.

Der Wind kommt nach der Wende von der anderen Seite, d.h. die Segelyacht geht durch den Wind und die Segel (Vorsegel und Großsegel) wandern auf die andere Seite.


Folgende Kommandos werden bei der Wende gegeben (Yacht):


Skipper: Klarmachen zur Wende
Crew: Backbord Genuaschot klar, Steuerbord Genuaschot klar
Skipper: Re (lenkt durch den Wind)
Crew: Fog fällt ein (Yacht steht im Wind, optional)
Skipper: Über die Fog (Crew zieht die Genua mit Hilfe der Schoten auf die andere Seite)
Skipper: Neuer Kurs Am-Wind Kurs liegt an



Kreuzen

Kreuzen mit einer Yacht

Gegen den Wind ankreuzen bedeutet, dass man immer wieder eine Wende macht um vorwärts zu kommen. Dies ist der Fall, wenn man in die Richtung will, von der der Wind kommt. Könnte man geradeaus segeln, so wäre man 5 mal schnell oder sogar noch mehr bzw. weniger je nach Windverhältnissen. Das ist auch der Grund wieso die Crew oder der Skipper oft ein bisschen jammert, wenn man kreuzen muss, denn das bedeutet viel Arbeit aber auch Aktion :) Der weniger sportliche Segler benutzt deshalb bei diesem Wind gerne den Motor.





Die Halse

Halse mit einer Yacht

Die Halse ist ein deutlich schwierigeres Manöver als die Wende, weshalb sie oft bei Einsteigerkursen gar nicht gezeigt wird. Hauptgrund ist, dass der Großbaum sehr weit außen liegt und überschlagen und somit jemanden ernsthaft verletzen kann.

Das Manöver wird normalerweise aus dem Raumschot (Wind kommt achterlich) gesegelt. Beide Segel stehen deshalb relativ weit offen. Häufig passiert Anfängern dabei eine sogenannte Patenthalse. D.b. die Halse passiert einfach ohne Vorbereitung und ohne, dass die Crew dafür bereit wäre. Genau dann passieren Unfälle. Dies kann schnell vorkommen, wenn man den Kurs nicht genau hält und man unbeabsichtigt vor dem Wind durch geht.

Beim Durchführen der Halse ist es für den Skipper wichtig, bei Rund Achtern ein bisschen Stützruder zu geben (mit dem Ruder gegenlenken), damit die Wucht abgefedert werden kann, wenn der Großbaum auf die andere Seite der Yacht kommt.

Folgende Kommandos werden bei der Halse gegeben (Yacht):


Skipper: Klarmachen zur Halse
Crew: Backbord Genuaschot klar, Steuerbord Genuaschot klar, Großschot klar
Skipper: Fier auf die Schoten
Skipper: Hol dicht die Großschot (Großschot anziehen damit das Großsegel auf die andere Seite geführt werden kann)
Skipper: Rund achtern (geht vor dem Wind durch, Genua auf die andere Seite ziehen)
Skipper: Fier auf die Großschot


Diese Manöver solltet ihr hunderte Male üben damit sie sitzen. Das ist die absolute Basis. Das hilft euch sowohl auf dem See als auch auf dem Meer.


Viel Spaß beim Segeln.

Euer Navemos Team.



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